Non Profit

Mandantenzeitung ‚Non Profit‘ 12/2013

Mandantenzeitung ‚Non Profit‘ 12/2013

Die umsatzsteuerliche Organschaft – neues Licht im Dunkel?

Gemeinnützige Einrichtungen, die für ihre Leistungen einen der Befreiungstatbestände des Umsatzsteuergesetzes erfüllen, sind für die in diesem Zusammenhang empfangenen Leistungen vom Vorsteuerabzug ausgeschlossen. Die in Rechnung gestellte Vorsteuer stellt einen oftmals nicht unerheblichen Kostenfaktor dar. Das Rechtsinstitut der umsatzsteuerlichen Organschaft bietet hier einen Ausweg: Liegt eine Organschaft vor, werden zwei eigenständige Unternehmen für Zwecke der Umsatzsteuer als ein Unternehmen betrachtet, mit der Folge, dass gegenseitige Leistungen nicht der Umsatzsteuer unterliegen.

In der Praxis sind solche Gestaltungen entsprechend häufig anzutreffen: Durch die Gründung von sogenannten Servicegesellschaften (z. B. für die Bereiche Gastronomie oder Reinigung), die regelmäßig Tochterunternehmen der gemeinnützigen Einrichtung sind, wird erreicht, dass die erbrachten Leistungen ohne Umsatzsteuer in Rechnung gestellt werden können. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass alle Kriterien der umsatzsteuerlichen Organschaft erfüllt sind. Insbesondere die Voraussetzung der organisatorischen Eingliederung, die neben der finanziellen und der wirtschaftlichen Eingliederung zwingend für eine umsatzsteuerliche Organschaft ist, hat in den letzten Jahren die Rechtsprechung beschäftigt. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat daraufhin mit Schreiben vom 7. 3. 2013 die Kernpunkte dieser Urteile in den Umsatzsteuer- Anwendungserlass integriert.

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1. Dezember 2013