Non Profit

Newsletter „Non Profit Stiftungen“ 02/2014

Newsletter „Non Profit Stiftungen“ 02/2014

Das Stifterdarlehen: Möglichkeit zur Förderung steuerbegünstigter Stiftungen

Die Fördermöglichkeit

Wer eine steuerbegünstigte Stiftung unterstützen möchte, sich aber nicht sicher ist, ob das Geld nicht später noch für die eigene Altersversorgung oder andere Eventualitäten benötigt wird, dem bietet ein Stifterdarlehen eine interessenwahrende Fördermöglichkeit. Er gewährt der Stiftung ein zinsloses Darlehen entweder auf unbestimmte Zeit, mit der Möglichkeit, das Darlehen ganz oder teilweise unter Einhaltung einer bestimmten, vielfach sechsmonatigen Frist zu kündigen, oder auf bestimmte Zeit. Während seiner Laufzeit ist das Darlehen tilgungsfrei. Es wird nach Kündigung oder am Ende der vereinbarten Laufzeit an den Darlehensgeber zurückgezahlt. Zur Sicherung der Rückzahlung kann eine besondere Sicherungsvereinbarung in Betracht kommen (Sicherungsabtretung, Bürgschaft etc.). Ein Darlehensvertrag regelt verbindlich die Rahmenbedingungen der Darlehensgewährung.

In dem Maß, in dem der Darlehensgeber erkennt, auf die Darlehensrückzahlung nicht mehr angewiesen zu sein, kann er darauf verzichten, zweckmäßigerweise durch eine eindeutige schriftliche Verzichtserklärung gegenüber der Stiftung. Darin sollte auch bestimmt sein, ob der Verzicht zugunsten einer zeitnah zu den Stiftungszwecken zu verwendenden Spende oder zugunsten einer dauerhaft zu erhaltenden Zustiftung zum Vermögensstock der Stiftung erfolgt.

Der Darlehensgeber kann auch bereits durch Aufnahme einer entsprechenden Vereinbarung im Darlehensvertrag, aufschiebend bedingt auf den Zeitpunkt seines Todes, auf den Rückzahlungsanspruch verzichten. Hierbei ist jedoch in zivilrechtlicher Hinsicht zu beachten, dass nicht nur ein (ggf. beurkundungsbedürftiges!) Schenkungsversprechen abgegeben wird.

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10. Februar 2014