Non Profit

Mandantenzeitung ‘Non Profit’ 05/2010

Mandantenzeitung ‘Non Profit’ 05/2010

Zweckmäßige Umstrukturierungen im steuerbegünstigten Verein

Veränderungen der wirtschaftlichen, zivil- und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen sind für viele gemeinnützigen Zwecken dienende eingetragene Vereine – kurz e. V. – Anlass, über zweckmäßige Umstrukturierungen unter Beibehaltung der Rechtsform bei unveränderter Aufgabenwahrnehmung nachzudenken.

Während noch bis vor wenigen Jahren Strukturüberlegungen verstärkt zur Errichtung von gemeinnützigen Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer GmbH führten, auf die vom e. V. Einrichtungen und Dienste, Personal und Betriebsmittel übertragen wurden, ist diese Welle ausgelaufen. Hierzu hat ganz wesentlich die Einführung gesetzlicher Sanktionen bei Nichtveröffentlichung bestimmter Rechnungslegungsbestandteile der Gesellschaften mbH beigetragen. Für die e. V.-Rechnungslegung besteht keine gesetzliche Offenlegungsverpflichtung.

Der traditionelle e. V. hat zwei gesetzlich vorgeschriebene Organe, nämlich

  • die Mitgliederversammlung und
  • den – regelmäßig ehrenamtlich tätigen – Vorstand.

Für die Abwicklung der Vereinsaktivitäten ist vielfach ein Geschäftsführer angestellt, dessen Rechtsstellung in der Vereinsstruktur unterschiedlich ausgestaltet sein kann. Charakteristisch für den Geschäftsführer ist, dass ihm bestimmte Geschäfte bzw. ein bestimmter Geschäftskreis zugewiesen sind/ist, unabhängig von der gesetzlichen Vertretungsmacht des Vorstands.

Mit wachsender Größe und Komplexität bei sich stets verändernden, i. d. R. verkomplizierenden Rahmenbedingungen wird es einem ehrenamtlich tätigen Vorstand trotz aller Bemühungen tendenziell immer weniger möglich sein, die von ihm zu verantwortenden Handlungen und Unterlassungen soweit zu durchschauen, wie das von einem hauptamtlichen Vorstand erwartet werden muss. Angesichts steigender Anforderungen bedarf die Sicherung und Weiterentwicklung der Einrichtungen und Dienste des Vereins zunehmend schneller Entscheidungen und professioneller Führung (Management), die von einem ehrenamtlichen Vorstand nicht unbedingt erwartet werden kann, aber von einem hierfür bezahlten Vorstandsprofi erwartet werden muss. Für den ehrenamtlichen Vorstand besteht potenziell die Gefahr der sachlichen und/oder zeitlichen Überforderung aufgrund unterschiedlicher Fähigkeiten, Kenntnisse und zeitlicher Einschränkungen.

Wesentliche Gründe für eine professionellere Vereinsstruktur sind aus Sicht eines ehrenamtlichen Vorstandsmitglieds zum einen die Entlastung von Aufgaben und Entscheidungen, die sachlich und zeitlich überfordern, und zum anderen die Verlagerung der Verantwortung auf den hauptamtlichen Vorstand. In dessen Hand werden Kompetenz und Verantwortlichkeit zusammengeführt.

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1. Mai 2010
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